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Russische Hochzeit in Deutschland

Hochzeit, Geburtstag, Party oder Betriebsfeiern


Partyservice Die Küche Russlands

Wer an die Küche Osteuropas, vor allem an die Küche Russlands, denkt, denkt an herzhafte, traditionelle Gerichte ohne modernen Schnickschnack, ehrlich und reichhaltig. Das häufig raue Klima und die meist kaum fruchtbaren Böden haben eine Küche hervorgebracht, die ganz klar darauf basiert, dass lange und kalte Winter zu überstehen sind. Das soll aber keineswegs heißen, dass die Menschen nicht mit Fantasie und Einfallsreichtum das Beste aus den gegebenen Umständen machten und vielseitige Spezialitäten kreierten.

Die Russen und Ukrainer sind stolz auf ihre deftigen Gerichte, die sich über die Jahrhunderte kaum verändert haben. Zu den Lieblingsrezepten gehören Suppen und Eintöpfe, von denen manche über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurden. Viele Gerichte werden lange sanft geschmort, so dass sich die Aromen – ob Fisch, Fleisch oder Gemüse – wunderbar entfalten können. Von Fastfood kann hier keine Rede sein.

Partyservice Im nördlichen Osteuropa wird in erster Linie Roggen angebaut. Das herrliche dunkle Roggenbrot hat sich in vielen Ländern durchgesetzt, weil es so schmackhaft und nahrhaft ist. Insgesamt basiert die Küche eher auf ländlichen Traditionen. Kälteunempfindliche Wurzelgemüse sind verbreitet: Kartoffeln, Möhren, Rüben, Rote Bete, Meerrettich und Zwiebeln, Kohl und Petersilie sind ebenfalls beliebt. Die Auswahl an Obst beschränkt sich vielerorts auf Äpfel und Sommerbeeren. Seit Jahrhunderten basieren viele Rezepte auf der Konservierung von Obst und Gemüse für den Winter. Die Palette reicht hier von köstlichem Pflaumenmus bis zu scharf eingelegten Tomaten. Marmeladen und Gelees sind populär, und sie werden nicht nur als Brotaufstrich gegessen, sondern auch in Kuchenrezepten verwendet. Das alljährliche Einkochen von Marmelade wird noch heute von vielen Familien im großen Stil praktiziert.

Das Klima ist ideal für Pilze, und jeden Herbst treffen sich die Sammler zur „Jagd“ auf Pilze. Natürlich werden viele Sorten auch in großem Ausmaß gezüchtet. Ob getrocknet für Suppen und Saucen, in Butter sautiert und mit Kräutern als köstliches Gemüsegericht oder eingelegt als Snacks mit Brot und Wodka – es gibt fast nichts, was man mit Pilzen nicht machen kann.

Manche Zutaten assoziieren viele Menschen mit der Küche Russlands, obwohl sie sich auch darüber hinaus durchgesetzt haben. Dazu gehören zum Beispiel Kümmel, saure Sahne oder Mohn, Äpfel und Honig in Desserts und Kuchen.

Geographische und ethnische Grenzen verwischen oft, wenn es ums Essen geht. Ein gutes Beispiel ist Borschtsch, die weltbekannte Rote-Bete-Suppe. Sie ist sowohl in Russland als auch in der Ukraine und in Polen verbreitet, und jedes dieser Länder behauptet, sie erfunden zu haben.

Manche Zutaten stammten ursprünglich aus ganz anderen Gegenden der Welt und wurden vor einigen Jahrhunderten eingeführt. Zahlreiches Backwerk aus Russland enthält Gewürze, die erst durch den Handel mit China hierher gelangten.

Partyservice Auch Religion hat eine große Rolle gespielt bei der Entwicklung der verschiedenen Rezepte. Kirchliche Gebräuche und Vorschriften haben den Speisezettel stark beeinflusst. Die russisch-orthodoxe Kirche in Russland und Teilen der Ukraine hat große Auswirkungen auf die Alltagsküche gehabt. Aus der relativen Armut in den meisten Gegenden machte die Kirche eine Tugend und Teilte alle Lebensmittel in zwei Gruppen: Während der Hälfte der Tage des Jahres waren nur Zutaten erlaubt, die man auch während der Fastenzeit essen durfte: Fisch, Gemüse und Pilze. Die andere Lebensmittelgruppe umfasste Milchprodukte, Eier und Fleisch und war an den übrigen Tagen des Jahres erlaubt. Hieraus entstanden viele köstliche vegetarische Gerichte, die den Gerichten mit Fleisch geschmacklich in nichts nachstehen.

Die Russen wurden Meister darin, aus nur wenigen Zutaten wie Kohl und Roter Bete nahrhafte Rezepte zu kreieren. Hierzu waren Fantasie und Einfallsreichtum nötig, und die Ergebnisse sind wirklich verblüffend. Ein gutes Beispiel sind Blini, Pfannkuchen aus Buchweizen, die in der Faschingswoche mit geräuchertem Fisch oder Kaviar gegessen werden. Auch die Juden, die in Russland lebten, beeinflussten die Küche, da sie ihren strengen Regeln der koscheren Küche folgten, die unter anderem einen Verzicht auf Schweinefleisch verlangen. Daraus entstanden köstliche Rezepte, so Kartoffelpfannkuchen und verschiedene Gerichte mit Karpfen.
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